Sonntag, 12. Januar 2014

Die unbekannte Person Nummer 1

Moin!

Im Gegensatz zu meiner Freundin und unserer Lehrerin, verabscheue ich das Wort "Hallöchen" zutiefst. In erster Linie wegen besagter Lehrerin.
Aber das ist ein anderes Thema auf das ich jetzt noch nicht zu sprechen kommen möchte.

Wie versprochen folgt nun die erste Vorstellung unserer Personen. 
Ich würde mich selbst als einen dieser Schüler betrachten, der ständig und in jeder Lebenssituation emotional von einem Lehrer abhängig ist. Oder anders ausgedrückt: Ich suche verzweifelt nach Aufmerksamkeit von Autoritätspersonen. In unserem Fall, die eines Lehrers. 

Diesen Drang danach verspürte ich erst als ich im zweiten Halbjahr der neunten, die Schule wechselte. 
Wie die meisten anderen auch, fühlte ich mich alleine und etwas hilflos. Ich kannte ja niemanden. Nicht nur in der Schule war ich alleine, auch privat hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Freunde, da ich meine Heimatstadt verlassen hatte und nun auch eine neue Schule besuchen musste.

Da stand ich nun alleine wie ein Kaktus in einer großen weiten Wüste. Bis ich meinen Mathelehrer kennenlernte. 
Auf den ersten Blick ein sehr unsympathischer, grauhaariger Mann, der ohne Begrüßung in die Klasse stürmte. Ohne auf mich (oder irgendwen anders aus meiner neuen Klasse ) einzugehen, fing er mit seinem Unterricht an. 
Erst kurz vor dem Ende der Stunde, traf mich sein strenger Blick.
"Wer bist du denn?" Ich war zu schüchtern und zu überrascht um etwas zu erwiedern.
"Hast du deine Sprache verloren, Herzchen?" Das war es. Dieser Satz. Das er mich "Herzchen" nannte. Dieser sarkastische Ton. 

Ab diesem Moment hatte sich ein Schalter in meinem Kopf umgelegt. Ich mochte ihn. Als einzige aus meiner Klasse. Und er mochte mich. (Das wurde in späteren Handlungen von ihm deutlich als er eine Klassenkameradin rausschmiss, da sie Kaugummi kaute und mich freundlich anlächelte, während ich mit dem schlürfen einer Suppe beschäftigt war)

Ich habe wohl ein wenig weit ausgeholt, aber im Prinzip war dies die Geburtsstätte meines emotionalen Zwangs, Lehrern gegenüber.
Wenn ihr sowas kennt, könnt ihr euch bestimmt vorstellen, wie schwer es damals für mich war nach der 10. Klasse nicht mehr auf diese Schule zu gehen. 
Erleichtert stellte ich fest, das es aber auch auf meiner Berufsschule, die ich nun besuche einen Lehrer gibt, nach dessen Aufmerksamkeit ich suche. 

Dies war nun die Beschreibung zu mir. Weitere Informationen folgen in den nächsten Beiträgen.

Au revoir 


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